Offener Brief zum Ende meiner Zeit als Geschäftsführer

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde, Kollegen und Unterstützer von DOMiD,

es ist nun fünf Jahre her, seitdem ich das Amt des DOMiD Geschäftsführers antreten durfte. Es war eine spannende und interessante Zeit, in der ich die einzigartige Aufbauleistung meines Vorgängers Aytaç Eryılmaz kennen und schätzen lernte.

Es waren gute Jahre, in denen wir vieles angepackt und noch mehr erfolgreich umgesetzt haben. Ich konnte Teil einer der erfolgreichsten Phasen von DOMiD sein, in der sich die Arbeit unseres Vereins beständig weiterentwickelte und professionalisierte.

Gemeinsam haben wir das Gesamtbudget und den Mitarbeiterstamm ständig erhöht, den Sammlungsbestand von 70.000 auf 150.000 Exponate gesteigert, Ausstellungsprojekte wie etwa im Bundeskanzleramt umgesetzt, die „edition DOMiD“ gestartet, diverse Projekte von „DOMiD macht Schule“ bis zu „Refugee Stories Collection – Jede Geschichte zählt“ initiiert, Pressekonferenzen, öffentliche Auftritte, Workshops und diversen Veranstaltungen organisiert, an die Ankunft des millionsten „Gastarbeiters“ erinnert und letztlich auch noch den Preis „Vielfalt gewinnt“ der Stadt Köln gewonnen.

Besonders freut mich, dass unsere zwei Hauptprojekte auf dem Weg sind: die Umsetzung des DOMiD Projekts „Virtuelles Migrationsmuseum“ und unsere Initiative für den Bau eines „Forum Migration/Migrationsmuseum“, das lebhafte Unterstützung erfährt.

In einer Woche wird all dies für mich Geschichte sein. Dann werde ich das Amt eines DOMiD Geschäftsführers niederlegen. Dieser Schritt hat private Gründe. Meine Frau tritt eine neue berufliche Herausforderung in Brasilien an und ich folge ihr dabei. Den Staffelstab reiche ich an Dr. Robert Fuchs weiter, der meine Nachfolge antritt. Als erfahrener und langjähriger Mitarbeiter wird er die erfolgreiche Arbeit nahtlos fortsetzen. Ich werde mich weiterhin für die Interessen von DOMiD engagieren und als neues Mitglied dem Verein beitreten.

Danken möchte ich allen Mitarbeitern in der DOMiD Geschäftsstelle, die mir in dieser Zeit zur Seite standen und nie an meinem Enthusiasmus verzweifelten, den Vereinsmitgliedern, den Leihgebern, Förderern und den vielen Menschen, die mir in ganz unterschiedlichen Funktionen geholfen und mich begleitet haben. Vor Euch ziehe ich meinen Hut.

Mit großem Respekt verneige ich mich vor meinem Vorstand, der mir immer zur Seite stand. Für die Unterstützung, die vielen Gespräche und Begegnungen in den vergangenen Jahren, aus denen ich viele Impulse und Erkenntnisse – persönlich und beruflich – mitnehmen konnte, bin ich sehr dankbar und glücklich. Ihr seid wahre Freunde!

Wer mit mir in Kontakt bleiben möchte, sei herzlich dazu eingeladen (arndkolb@gmx.de). In Brasilien wird es für Besuche und Anliegen immer eine offene Tür geben.

Herzliche Grüße

Arnd Kolb