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Foto: Halle Kalk

Im Herzen Europas

Ein bundesweites Leuchtturmprojekt

Im Auftrag von DOMiD und gefördert vom Bund und dem Land NRW entsteht in den kommenden Jahren in Köln-Kalk das europaweit größte Migrationsmuseum: Das "Haus der Einwanderungsgesellschaft". Dort wird gezeigt werden, wie Migration sich in die deutsche Geschichte eingeschrieben hat und unsere heutige Gesellschaft prägt.

Das Projekt ist im Nationalen Aktionsplan Integration der Bundesregierung verankert, um "den kulturellen Reichtum Deutschlands zu würdigen, der auch Zugewanderten zu verdanken ist". Schirmherrin des Museumsbau-Projekts ist die Bundestagspräsidentin a.D. Prof. Dr. Rita Süßmuth.

Standort – Ein Ort für Geschichte, Gegenwart und Zukunft

"Einige unserer Vereinsmitglieder bekommen ein Funkeln in den Augen, wenn sie diese Halle betreten. Es werden Erinnerungen wach, denn einige haben sogar an diesem Ort gearbeitet."

(Dr. Robert Fuchs, Geschäftsführer DOMiD)

Köln-Kalk – Nur zosamme sin mer Veedel!

Köln ist seit über 2.000 Jahren von Migration geprägt. Jeder Mensch, der in die Metropole am Rhein kam und kommt, bringt etwas Neues mit und hinterlässt Spuren. Diese Vielfalt ist unter anderem im rechtsrheinischen Stadtteil Kalk erlebbar. All jene, die hier arbeiten und leben, haben unterschiedliche Migrationsgeschichten – oder auch nicht. Sie machen Kalk zu einem dynamischen, kreativen, lebendigen, vielseitigen und wandlungsfähigen Ort. Kalk steht als Mikrokosmos stellvertretend für die bundesweite Migrationsgesellschaft. Als Kultur- und Begegnungsstätte möchte das "Haus der Einwanderungsgesellschaft" mit den Menschen des Veedels zusammenarbeiten, um gemeinsam Kalk als Ort für Kultur und Begegnung wachsen zu lassen: denn nur zosamme sin mer Veedel!

Halle 70

Das "Haus der Einwanderungsgesellschaft" entsteht auf dem ehemaligen Werksgelände der Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD) in einer stillgelegten Industriehalle (Halle 70 auf dem Areal "Hallen Kalk"). Sie befindet sich an der Dillenburger Straße und umfasst eine Brutto-Grundfläche von rund 10.000 Quadratmetern. Zusammen mit der angrenzenden Halle 71 – beide Hallen wurden zwischen 1913 und 1916 gebaut – dienten sie früher als Fertigungs- und Montagehallen. Für DOMiD und das "Haus der Einwanderungsgesellschaft" hat dieser Standort eine besondere Bedeutung: die ehemaligen Industriehallen waren im Laufe ihrer Geschichte stets von Arbeits- und auch Zwangsmigration geprägt. Zudem haben einige Vereinsmitglieder in den 1970er Jahren dort gearbeitet.

Gemeinwohlorientiertes Areal

Der ehemalige Produktionsstandort der KHD in Köln-Kalk, der über hundert Jahre der Herstellung von Industrieanlagen diente, birgt heute, durch teils ungenutzte Werkshallen und brachliegende Freiflächen, ein hohes Potential für eine Revitalisierung des Standortes. Eine unter Bürger*innenbeteiligung entstandene Machbarkeitsstudie der Stadt Köln hat die künftige Entwicklung als gemeinwohlorientiert festgeschrieben. Zusammengeschlossen in der "Akteurskonferenz Hallen Kalk" engagieren sich zahlreiche Initiativen und Vereine – auch DOMiD – für eine Belebung des Areals. Als Kultur- und Begegnungsort mit vielen Grün- und Erholungsflächen soll das Gelände den Kalker Süden beleben und der Stadtgesellschaft noch mehr Lebensqualität bieten.

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