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Über die Sammlung

Seit 1990 sammelt DOMiD sozial-, kultur- und alltagsgeschichtliche Zeugnisse. Die Gründungsmitglieder waren selbst Migrant*innen. Die ersten Leihgaben stammten aus ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis. Zudem kontaktierten sie Betriebe und Gewerkschaften für weitere Zeitzeugnisse, die Deutschlands Migrationsgeschichte dokumentieren. Inhaltlicher Schwerpunkt war damals die Zeit der sogenannten Gastarbeit aus der Türkei.

Im Gegensatz zu staatlichen Archiven ist die Sammlung "von unten" gewachsen. Damit bewahrt DOMiD einen bundesweit einzigartigen Fundus an migrantischen Alltagszeugnissen, unter anderem Objekte, Dokumente und Fotos sowie AV-Medien. Zugleich war es von vornherein das Ziel, die Zeugnisse einem breiten Publikum zu präsentieren. Daher wurde die Sammlung wissenschaftlich so erschlossen, dass sie direkt für Ausstellungsprojekte nutzbar ist.

Die Sammlung umfasst neben Zeugnissen zur Migration aus dem Ausland ebenso Exponate zur Binnenmigration von 1945 bis heute und bietet zahlreiche thematische Anknüpfungspunkte, zum Beispiel zu Flucht, Vertreibung, Rassismus, Aussiedlung oder auch multilokalen Lebensweisen. Die Themenvielfalt zeigt die Komplexität der Migrationsgesellschaft und den ständigen Kampf für den Grundsatz „Gleiches Recht für Alle“.

Vertrauen als Basis der Sammlung

Die Basis ist Vertrauen. DOMiD wurde von Migrant*innen gegründet. Unsere Mitarbeiter*innen wissen, wie sensibel persönliche Erinnerungen sind. Deshalb pflegen wir einen engen Kontakt zu unseren Leihgeber*innen. Leihgaben und Schenkungen von Privatpersonen und Institutionen bilden die Grundlage des DOMiD-Archivs.

Haben Sie Schätze auf dem Dachboden oder im Keller?

Wenn Sie Materialien zur Migrationsgeschichte haben und diese dauerhaft bewahren wollen, laden wir Sie herzlich ein, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Werden Sie Leihgeber*in!