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Sebastião Mufume / DOMiD E0687,0015

News, Migrationsmuseum

Zum Tod Rita Süssmuths: Wir nehmen Abschied von der Schirmherrin unseres Museums

Wir trauern um die Schirmherrin unseres Museums: Rita Süßmuth ist gestorben. „Eine tapfere Kämpferin“, „die Nächstenliebende“, „die Standhafte“ – die Überschriften der Nachrufe, die in den Stunden nach ihrem Tod erschienen sind, sprechen eine klare Sprache.

Die Professorin, ehemalige Bundestagspräsidentin und CDU-Bundesministerin ebnete in vielerlei Hinsicht den Weg für gesellschaftlichen Wandel, oftmals gegen Widerstände aus der eigenen Partei.

Als erste Frauenministerin setzte sie sich konsequent für die Gleichstellung von Frauen und Männern ein, auch im Parlament. Sie kämpfte für körperliche Selbstbestimmung, für die Reform des Abtreibungsparagrafen 218 und für die Strafbarkeit von Vergewaltigung in der Ehe. Ebenso engagierte sie sich für sexuelle Selbstbestimmung, für die Rechte queerer Menschen und gegen die Ausgrenzung und Stigmatisierung homosexueller Männer während der AIDS-Krise der 1980er-Jahre.

Früh sprach sie sich zudem für ein neues Verständnis Deutschlands aus: Als erste prominente CDU-Politikerin bekannte sich Rita Süßmuth bereits Ende der 1990er-Jahre offen zu Deutschland als Einwanderungsland und plädierte für eine Politik, die Migration nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung begreift.

„Welcher Ort ist besser hierfür geeignet als ein lebendiges Museum?“

Im Jahr 2000 leitete sie eine von der Bundesregierung eingesetzte Expertinnen-Kommission zu den Rahmenbedingungen von Migration nach Deutschland. Die später als „Süßmuth-Kommission“ bekannte Runde kam zu einer klaren Erkenntnis: Deutschland ist auf Einwanderung angewiesen – ein Selbstbild, das damals insbesondere viele konservative Politikerinnen noch nicht teilten, Rita Süßmuth jedoch schon.

Vor diesem Hintergrund übernahm sie 2015 die Schirmherrschaft für unser Museum. „Es geht um einen Ort, an dem Deutschland sich als Einwanderungsland entdecken und verstehen lernen kann“, sagte sie. „Welcher Ort ist besser hierfür geeignet als ein lebendiges Museum?“ Für die langjährige Unterstützung unseres Vorhabens, ein bundesweites Migrationsmuseum zu errichten, werden wir ihr immer dankbar sein.

Foto: Stella v. Saldern im Auftrag des Deutschen Bundestages, CC-BY-SA-4.0

  • Foto: Stella v. Saldern im Auftrag des Deutschen Bundestages, CC-BY-SA-4.0

    News, Migrationsmuseum

    Zum Tod Rita Süssmuths: Wir nehmen Abschied von der Schirmherrin unseres Museums

    Die ehemalige Bundestagspräsidentin und CDU-Bundesministerin ebnete in vielerlei Hinsicht den Weg für gesellschaftlichen Wandel, auch für ein Verständnis Deutschlands als Einwanderungsland. Jetzt ist sie im Alter von 88 Jahren gestorben.

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  • Sebastião Mufume / DOMiD E0687,0015

    Veranstaltung, News, Sammlung

    Black History Month Führung: Ein Streifzug durch Schwarze Geschichte in unserer Sammlung

    26.02.2026

    DOMiD ist auch ein Ort Schwarzer Geschichte. Anhand ausgewählter Objekte wird die Geschichte Schwarzer Menschen in Deutschland greifbar.

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  • Blick in die Ausstellung „Makkaroni Settanta – Esperimento collettivo“. Foto: Maria Segat

    News, Ausstellung, Veranstaltung

    „Makkaroni Settanta – Esperimento collettivo“: Ausstellung geht in ihr letztes Wochenende

    07.12.2025 – 11.01.2026

    Vor 70 Jahren schlossen Italien und die Bundesrepublik Deutschland das Anwerbeabkommen, das die Zeit der "Gastarbeit" einläutete. Unser Kooperationspartner Makkaroni Akademie zeigt dazu in Köln bis zum 11. Januar eine Ausstellung.

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  • Migrationsmuseum, Museumsbau, News

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    Ein Grund zu feiern für das Migrationsmuseum von DOMiD: Der Architekturentwurf für das Museum Selma wird mit einem renommierten Preis für Design ausgezeichnet.

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  • Premiere im Cinenova Köln

    News, Film, Sammlung

    Aus der DOMiD-Sammlung auf die Leinwand: „Die Möllner Briefe“ kommt ins Kino

    25.09.2025

    Der Dokumentarfilm startet am 25.09.2025 in die Kinos. Er erzählt die Geschichte von hunderten Briefen, die nach dem rassistischen Anschlag in Mölln 1992 geschrieben wurden – aber die betroffenen Familien nie erreichten.

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