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Foto: Das "Haus der Einwanderungsgesellschaft"

Haus der Einwanderungsgesellschaft

Das europaweit größte Migrationsmuseum kommt nach Köln

Migration hat es schon immer gegeben. Sie prägt unsere Gesellschaft bereits seit Jahrhunderten und betrifft alle Menschen unabhängig ihrer Biografie. Die Erkenntnis, dass Migration den Normalfall darstellt, ist aber noch nicht fest in der Gesellschaft verankert. Geschichten von Migrant*innen, ihren Nachkommen, Schwarzen Menschen und Personen of Color werden viel zu häufig ausgeblendet.

Mit dem "Haus der Einwanderungsgesellschaft" entsteht in Köln ein Ort, an dem in Dauer- und Wechselausstellungen gezeigt wird, wie sich Migration in die deutsche Geschichte eingeschrieben hat und unser gesellschaftliches Zusammenleben prägt. Darüber hinaus bietet das Haus als Kultur- und Bildungsstätte Raum für Austausch und Perspektivwechsel, etwa zu Fragen um Identität, Zusammenleben und Teilhabe.

Das Bekenntnis zur Migrationsgesellschaft: Jede Geschichte zählt!

"Als wir 1990 in einer Garage in Essen mit der Sammlung von Zeugnissen zur Einwanderung türkischer Arbeitsmigrant*innen begannen, ahnten wir nicht, dass aus der Gesellschaft heraus ein Migrationsmuseum in Deutschland entstehen würde."

(Ahmet Sezer, Gründungs- und Vorstandsmitglied von DOMiD)

Hinter dem Projekt mit dem Arbeitstitel "Haus der Einwanderungsgesellschaft" steht das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland – kurz: DOMiD. Der gemeinnützige Verein mit Sitz in Köln wurde 1990 von Migrant*innen gegründet.

DOMiD gehört seitdem zu den Vorreitern der Musealisierung von Migration sowie der Vermittlung von Migrationsgeschichte. Dabei steht der gemeinnützige Verein für ein multiperspektivisches Geschichtsbild und setzt sich für eine inklusive Erinnerungskultur ein.

DOMiD beheimatet die bundesweit größte Sammlung von Objekten und Zeugnissen über die vielfältige Geschichte der Migration in Deutschland. Die laufende Sammlung ist aus der Zivilgesellschaft entstanden. Sie umfasst derzeit mehr als 150.000 sozial-, kultur- und alltagsgeschichtliche Zeitzeugnisse.

Das Ziel von DOMiD war es seit seiner Gründung ein Museum zu errichten, in dem Migration als Normalfall vermittelt wird. Dieser Plan steht nun vor seiner Verwirklichung. Im Jahr 2019 stellten der Bund und das Land NRW Mittel für das "Haus der Einwanderungsgesellschaft" in ihre Haushalte ein. Es wird mit einer Inbetriebnahme ab 2025 gerechnet.

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  • Broschüre

    "Neue Wege – Haus der Einwanderungsgesellschaft"

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